Internationale Jugendbegegnung in Omsk

Am 16. August 2006 war es endlich sofort. Sieben ehrenamtliche Jugendliche aus der Landeskirche Hannover ? speziell aus dem Sprengel Ostfriesland ? machten sich mit Kreisjugendwart Michael Vogt aus Leer mit einer Tupolev auf, um gute 4 Stunden bis hinter den Ural nach Omsk in den asiatischen Teil Russlands zu fliegen. Omsk ist eine wirkliche Großstadt mit 1,2 Millionen Einwohnern. Unser Ziel in Omsk war die Evangelisch-lutherische Christuskirchengemeinde, wo wir im komfortablen Gästehaus untergebracht waren. Inhaltlich ging es um das Kennenlernen der verschiedenen Arbeit mit Kindern und Jugendlichen in Russland und Deutschland. Dazu erlebten wir an einem ganzen Sonntag das Angebot der Sonntagsschule. Nicht wie bei uns in Deutschland üblich gibt es hier nur am Sonntag Gruppenangebote für Kinder und Jugendliche, in denen es um die Bibel und den christlichen Glauben geht, gesungen, gebastelt sowie gespielt wird. Natürlich durfte ein touristischer Rundgang durch die Stadt als auch eine Bootsfahrt auf der Irtysch nicht fehlen. Für drei Tage ging es dann mit acht Jugendlichen aus der Kirchengemeinde in zwei Autobussen über Autobahnen ? holprige Teerstraßen mit vielen Schlaglöchern, größeren Wasserpfützen und staubigen Abschnitten ? in ein Ferienlager nicht weit von Omsk , was soviel heißt wie 300 Kilometer. Es liegt mitten in der Taiga, wo wir nicht nur vom gereinigten Trinkwasser, modernen Toiletten und Duschen, sondern vor allem vom Handynetz abgeschnitten waren. So gab es täglich mindestens einen Gang zum SMS-Hügel . Hier gab es Empfang. Während der drei Tage lernten wir uns untereinander kennen, stellten uns gegenseitig unsere Gemeindearbeit vor und erprobten uns im Einstudieren von russischen Märchenstücken. Mit einer Frisbee war sofort Kontakt zu vielen anderen Kindern auf dem Lager hergestellt. Zum Ende der Woche besuchten wir noch zwei kleine Dorfgemeinden in Asovo und Tscharmantei, die hauptsächlich von älteren russlanddeutschen Frauen besucht werden. In beiden Gemeinden erlebten wir eine Andacht und die große russische Gastfreundschaft mit vielen selbsthergestellten Snacks und Gebäck. Von den Jugendlichen verabschiedeten wir uns mit einer Einladung zum gemeinsamen Essen. Nach der Woche lässt sich festhalten, dass sich für uns alle diese Reise gelohnt hat und wir uns alle auf den Rückbesuch der Jugendlichen im Juli des kommenden Jahres freuen. Dann zeigen wir ihnen, die alle noch nicht das Meer gesehen haben, unsere Kirchengemeinden, verbringen ein Wochenende im Evangelischen Jugendhof auf Spiekeroog und entdecken die Stadt Leer, das weite Ostfriesland als auch die Stadt Hannover. DAVID SCHERGER