Die Lange Nach der Konfis

Garbsen, 24.11.07 - Gestern, am 23.11.07, trafen wir Konfirmanden uns um 20.00 Uhr abends im Foyer der Willehadi- Kirche auf der Horst. Und uns würde noch eine ereignisreiche Nacht bevorstehen: Die meisten von uns würden die ganze Nacht wach bleiben und die Zeit mit Freunden und neuen Gesichtern verbringen. Um acht trudelten wir dann alle ein, ältere Teamer boten uns geheim zubereitete Cocktails an, die uns an die sonnige Karibik erinnerten, mit der wir noch zu tun haben sollten (wenn auch nur zweidimensional). Circa achtzig Teenager und ein paar Erwachsene fanden sich nach der Ankunft im Kirchsaal ein. Wir trällerten ein paar Kirchenlieder, was trotz der vielen Personen wunderbar klappte, und beschäftigten uns mit Thomas, einem Jünger Jesu, der nur glauben wollte, was er sah. Als er dann gesehen hat, nämlich die Wunden von Jesus, die diesem die Nägel im Kreuz zugefügt hatten, glaubte er an seinen Freund und an den Glauben. Nach einem Personen- Bingo, wobei wir andere Konfis mit bestimmten Gegebenheiten finden mussten, z.B. Einen, der zwei oder mehr Haustiere bei sich wohnen hat, ging es mit Workshops munter weiter. Wir konnten Bilder erraten, Songs bei einer Sing- Star- Version von Play Station mitsingen, was allerdings nicht sehr leicht war, uns mit Scherben und deren Bedeutungen zu Schmerzen befassen, die Gerüchteküche lodern lassen und noch einiges mehr bearbeiten. Nach den Workshops begann die spätabendliche Party- Time, bei der sich viele von uns in der Disco vergnügten und wieder so richtig abrockten. Bei der Discolight- Atmosphäre und den geilen Songs, die gespielt wurden, hat das eine gewaltige Stimmung erzeugt. Um kurz nach Mitternacht begann der Mitternachts- Gottesdienst. Wir Discotänzer hatten wegen der lauten Musik noch etwas taube Ohren, das legte sich aber schnell wieder. Nach ein paar Liedern und einem kurzen Einblick in einem Kinofilm, der davon handelte, dass man immer bereit sein soll, wenn man gebraucht wird, auch wenn man davon zuvor noch keinen Gebrauch gemacht hat, hielt ein Konfirmandenlehrer noch eine Ansprache dazu. Nun kam es zur Karibik. Wir sahen den dritten Teil von Fluch der Karibik , bei dem es mal wieder wild herging und wurden dabei immer schläfriger, wohl auch wegen den rasanten Actionszenen, die unser langsam schwindendes Auge nicht mehr so gut vertrug. Acht Stunden waren bereits vergangen, als der Film zu Ende war. Die letzten Vier waren weniger aufreibend: Mit Billard die Zeit totschlagen, und zeitweilen im Halbschlaf versinken. Um sechs gab es noch mal einen kleinen Muntermacher: Unsere Betreuerin machte mit uns eine Frühwanderung in die schwindende Nacht hinein. Sterne funkelten, die Sonne gab in der Ferne erste Lebenszeichen von sich. Danach ging dann alles ganz schnell: Wir frühstückten, machten einen Abschlussgottesdienst und wurden dann von unseren Eltern abgeholt. Für mich war alles ganz aufregend, die Nacht mit anderen Konfirmanden aus Osterwald, Horst, Meyenfeld, Marienwerder und Altgarbsen zu verbringen. Ein spannendes Ereignis, das die schlaflose Nacht wirklich wert war. - von Jonas Al-Zoubi -