Die AG Zukunft legte am 2.5.2007 ihre Empfehlungen für die Einsparungen der kirchlichen Arbeit im evangelischen Stadtkirchenverband Hannover vor. Diese sieht neben vielen Einsparungen die komplette Schließung aller offenen Einrichtungen der evangelischen Jugendarbeit vor. Dieser Schritt betrifft fünf Einrichtungen und bedroht die Arbeitsplätze von zehn pädagogischen Mitarbeitenden. Im Evangelischen Stadtjugenddienst sollen weitere 1,5 Stellen eingespart und rund 1,5 Stellen für den weiteren Betrieb in die Jugendkirche verlagert werden. In der Jugendkirche werden nach dem Projektende 2009 alle drei bisherigen Stellen eingespart. Alles in allem bedeutet dies, dass für die Arbeit mit den Kirchengemeinden nur noch rund 50% der bisherigen Arbeitskraft des Evangelischen Stadtjugenddienstes zur Verfügung steht und der Arbeitsbereich offene Arbeit mit Kindern und Jugendlichen ganz aufgegeben wird, obwohl dieser zum größten Teil, für manche Einrichtung sogar zu 100%, durch die Stadt Hannover finanziert wird. Friederike Franz (17), die Vorsitzende der Ev. Jugend, versteht die kirchliche Welt nicht mehr. In den Empfehlungen der Landeskirche steht, dass in der Jugendarbeit unterproportional gekürzt werden soll. Davon ist in Hannover nichts zu sehen. Im Gegenteil, die evangelische Kirche verabschiedet sich mit ihren Planungen aus der sozialen Verantwortung, die sie für die Jugendlichen in dieser Stadt hat. Es kann nicht sein, dass sich eine Institution wie die Kirche nur noch mit sich selbst beschäftigt.