Wir können stolz sein, Projektpartner eines solch fantastischen und einmaligen Projektes gewesen zu sein.
Wenn sich auf der Bühne der Staatsoper Hannover Rap und Opernklänge mischen, wenn ausgebildete OpernsängerInnen auf jugendliche Rapper und HipHop-Fans treffen, dann ist klar - dies ist keine alltägliche Aufführung. Am 5. Juli feierte um 19.30 Uhr „Culture-Clash: Die Entführung" Premiere, eine Rap-Oper nach Mozarts „Die Entführung aus dem Serail".
Rund 70 junge Talente zeigten, was sie im Laufe eines Jahres bei diesem einzigartigen Musiktheaterprojekt gelernt haben. Und das traf auf großes Interesse: Sowohl die Premiere als auch die weiteren Vorstellungen am 7. und 8. Juli 2008, jeweils um 11 Uhr, waren ausverkauft.
Nicht nur die Besetzung war einzigartig, auch die Kooperation, die hinter dem Projekt steht, hat es in dieser Form noch nicht gegeben. Um die Begegnung von Jugendkultur und klassischer Oper möglich zu machen, haben sich die Landeshauptstadt Hannover, die Staatsoper Hannover, das Musikzentrum Hannover und der Evangelische Stadtjugenddienst als Veranstalter zusammengetan.
„Dank der guten Kooperation der vier Partner konnte dieses ambitionierte Projekt verwirklicht werden", lobt Kultur- und Schuldezernentin Marlis Drevermann die Zusammenarbeit. „Dass rund 70 junge Menschen die Opernbühne erobern und ganz bestimmt einen großen Erfolg feiern, zeigt, wie viel Können, Kreativität und Durchhaltevermögen in ihnen steckt. Ihnen gebührt für ihre Leistungen großer Respekt. Ohne die Begleitung, den Ansporn und das Gespür für die schlummernden Fähigkeiten der Jugendlichen durch die beteiligten Künstler und Pädagogen von Staatsoper, Musikzentrum und Stadt wäre dies allerdings nicht möglich gewesen. Ihnen möchte ich daher ausdrücklich danken", so Drevermann weiter.
„Ein Jahr intensivster Proben liegen hinter den Jugendlichen der Rap-Oper. Ein neues Stück ist entstanden, eine ganz eigene Sicht auf Mozarts `Entführung aus dem Serail`. Ich freue mich besonders auf die Energie, die die jungen Menschen auf die Bühne des Opernhauses bringen und hoffe, dass wir sie nach dieser eindrücklichen Erfahrung, selbst Musiktheater zu machen, in der nächsten Spielzeit auch als Zuschauer der Staatsoper begrüßen können", bilanziert Dr. Michael Klügl, Intendant der Staatsoper Hannover.
Projektleiterin Sabine Busmann vom Musikzentrum Hannover betont, die praktische Zusammenarbeit unter den Projektpartnern habe sehr gut funktioniert. „Die Rap-Oper ist ein Gewinn für alle Beteiligten, nicht nur für die Jugendlichen."
Geprobt wurde in der Oper und in den Räumen des Evangelischen Stadtjugenddienstes. „Wir hatten viel Freude daran, dass unser Haus mehr als ein Jahr lang von so vielen Jugendlichen bevölkert wurde. Jetzt sind wir gespannt darauf, wie sich die vielen Soundschnipsel und Eindrücke auf der Bühne zu einem Gesamtwerk fügen", so Stefan Heinze, komm. stellvertretender Leiter des Evangelischen Stadtjugenddienstes.
Das Projekt wird gefördert von: Price Waterhouse Coopers Stiftung, Niedersächsische Sparkassenstiftung, S-HannoverStiftung, Fonds Soziokultur, NDR Musikförderung in Niedersachsen, Bürgerstiftung Hannover und Deutsche Rockmusik Stiftung.